Eigenschaft:   Hoher Säureanteil, sortentypisches Bukett

Herkunft der Rebe:   Die blaue Wildbacher-Rebe wurde wahrscheinlich schon 400 v. Chr. von den Kelten im Gebiet der heutigen Steiermark sowie der ehemaligen Untersteiermark aus einer heimischen Wildrebe gezogen.

Ampelographisches:   Holz dünn, rötlichbraun; Blatt klein, dreilappig, unterseits etwas behaart; Triebspitzen weiß-wollig; kleine, dichte Trauben mit kleinen, runden Beeren. Die blaue Wildbacher-Rebe wurde 1842 klassifiziert.

Reifezeit:   Mitte Oktober

Standortansprüche:   Standortansprüche: Sehr gute, warme Lagen; der Schilcher entwickelt nur auf den Gneis- und Schiefer-Urgesteinsböden der Weststeiermark sein typisches Bukett.

Anbau:   Der Anbau erfolgt im weststeirischen Hügelland bis zu einer Seehöhe von 600 Metern; die reine Schilcheranbaufläche beträgt 156 Hektar.

Synonyme:   Blauer Wildbacher

Charakteristik:   Das Aussehen ist zwiebelfarben bis rubinrot. Der Geruch ist urig-säuerlich von grasige Sauvignontöne, bis schwarze Ribisel, Stachelbeere und Erdbeeren. Der Geschmack ist herzhaft trocken, aggressiv säuerlich, bei Kabinettreife jedoch elegant würzig mit dezenter Säure.
Er schmeckt zu deftigen steirischen Buschenschankjausen, sowie zu weiteren heimischen Speisen und fischen wie z.B. Lachs. Er ist am besten als spritzig-fruchtiger Jungwein zu trinken. Die ideale Trinktemperatur beträgt 8° C. 

Sortenschutz:   Als Schilcher dürfen nur Weine deklariert und verkauft werden, die zu Herkunftsschutz 100 Prozent aus der blauen Wildbacher-Traube gekeltert werden und ausschließlich in der Steiermark gewachsen sind. (Gebietsschutz des Schilchers durch die Weingesetz-Novellierung 1976)